Lauf Storie

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Allgäu Panorama Ultramarathon 2010 stehen auf
http://www.laufspass.com/laufberichte/2010/sonthofen-ultratrail-2010.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Alpin Marathon Oberstaufen 2010 stehen auf
http://www.laufspass.com/laufberichte/2010/alpin-marathon-oberstaufen-2010.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Keufelskopf Ultra Trail stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2010/keufelskopf-ultra-trail-2010.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Marathon Deutsche Weinstraße 2010 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2010/marathon-deutsche-weinstrasse-2010.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Swiss Snow Run in Engelberg stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2010/engelberg-snow-run.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos von der Brocken-Challenge 2010 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2010/brocken-challenge-2010.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Eisweinlauf 2009 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2009/eisweinlauf-2009.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos von den Trailrun-Worldmasters 2009 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2009/trailrun-worldmasters-2009.htm

Annette Oberles Bericht und Fotos vom Bottwartal-Marathon 2009 stehen auf
www.running-pur.de/testberichte/archiv_bottwartal_2009.html#1

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Karwendelmarsch 2009 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2009/karwendelmarsch-2009.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Berglaufklassiker Sierre-Zinal 2009 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2009/sierre-zinal-2009.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom 1.Ulmer Nachtlauf 100 km 2009 stehen auf
www.running-pur.de/testberichte/archiv_ulmer_laufnacht_2009.html

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Genusslauf Müllheim 2009 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2009/genusslauf-muellheim-2009.htm

Günter Kromers Bericht und Fotos vom Fidelitas Nachtlauf 2008 stehen auf
www.laufspass.com/laufberichte/2008/fidelitas-nachtlauf-2008.htm

9. Ultra-Marathon des RLT-Rodgau über 50 Kilometer
Am 26. Januar 2008 folgten 642 Starter dem Ruf der 10 Runden a 5 km um dasFreizeitgelände Gänsbrüh in Rodgau-Dudenhofen (Frankfurt a.M.).
Pünktlich um 10.00 Uhr fällt der Startschuss, und es geht ohne Gedränge auf die Strecke. Das Wetter tut sein bestes, ca. 5°C ansteigend, kein Regen, wenig Wind und sonnig.
Nach einer Runde kennt man die Strecke, die Wegbeschaffenheit und die Verpflegung. Die Versorgungsstelle befindet sich kurz vor dem ersten Kilometer. Der Weg führt über freies Feld, durch ein kleines Waldstück, in dem auch Holzfäller den Lauf nicht stoppen können. Danach kommt wieder freies etwas windiges Feld, ein hoher Kiefernwald und schon passiert man die elektronische Zeitmessung.
In der zweiten Runde wird aus der Läuferschlange ein geschlossener Kringel. Von Runde zu Runde verflechten sich die Läufer und Läuferinnen durch die Anzahl ihrer Runden immer mehr. Man überholt, und man wird überholt.
Von den 642 Startern liefen 450 die volle Distanz von 50 km.
Zehn gleiche Runden! Das muss ich nicht haben? oder doch? beim nächsten 10. Lauf im Januar 2009 kannst du das auch probieren !
Petra

 

Teufelslauf Bad Herrenalb
Über den schönen (leider inzwischen nicht mehr stattfindenen) Halbmarathon von Bad Herrenalb über die Teufelsmühle nach Dobel schrieb Günter Kromer eine Reportage mit vielen Fotos auf

www.laufspass.com/laufberichte/2007/teufelslauf.htm

 

INFERNO Halbmarathon 18.8.2007
Über den 2170 Höhenmeiter aufsteigenden Halbmarathon von Lauterbrunnen auf das Schilthorn schrieb Günter Kromer einen ausführlichen Laufbericht mit vielen Fotos auf
www.laufspass.com/laufberichte/2007/Schilthorn-Halbmarathon.htm

 

Jungfrau Marathon im Berner Oberland am 9.9.06
Wenn ein Lauf mit der Bezeichnung “Schönste Marathonstrecke der Welt” wirbt klingt das recht angeberisch. Doch wer die Strecke mal bei Schönwetter gelaufen ist kann diese Behauptung verstehen. Um wirklich 100% sicher behaupten zu können, dies sei die weltschönste, müsste man zwar alle Marathons dieser Erde laufen, aber ich kann mir wirklich keine bessere Strecke vorstellen.
Horst lief sie in diesem Jahr schon zum zehnten Mal. Grund genug, dass wir dieses Mal als größere Gruppe ebenfalls teilnahmen. Insgesamt neun von uns starteten bei idealem Wetter zur Traumroute in den Alpen. Am Anfang unterscheidet sich der Jungfrau Marathon nur wenig von vielen anderen Läufen. Zuerst führt eine weite Schleife durch Interlaken. Hier sorgten viele Anwohner mit Kuhglocken oder Musik für die richtige Stimmung. Auch während der nächsten paar Kilometer konnte man nur anhand der umgebenden Berge sehen dass dies ein alpiner Marathon ist, denn noch immer verlief die Route fast völlig eben. Erst ab dem zehnten Kilometer ging es manchmal leicht aufwärts. In den Dörfern wurden wir sehr lebhaft empfangen. Die Schweizer haben als Marathon-Stimmungsmacher den Deutschen etwas voraus: die Kuhglocken. Eine große Glocke macht mehr Lärm als zehn Berliner mit Tröten. Und Glocken gab es wahrhaft genug.
Noch bis km 25 mussten wir insgesamt weniger Höhenmeter bewältigen als bei manchem “normalen” Marathon. In Lauterbrunnen begeisterte der fantastische Staubbachfall, von dem bereits Goethe geschwärmt hatte. Auch der Blick hinauf zu vielen Gletschern lies alle Mühe vergessen.
Dann wandelte sich das Niveau auf einen Schlag. Vom flachen Marathonlaufen musste nun jeder zum steilen Bergaufwalken umstellen. Abgesehen von der Spitzengruppe rannte wohl niemand die Serpentinen nach Wengen hinauf. Hier sah es mehr aus wie bei einer Volkswanderung. Mir kam das Ganze anhand der herrlichen Umgebung mehr wie ein Urlaubstag statt wie ein Wettkampf vor, zumal ich an diesem Tag nicht auf Zeit lief sondern einfach nur oben ankommen wollte. Ohne Zeitdruck konnte ich diese Strecke besonders gut genießen. Bei Wengen ging es dann abwechselnd aufwärts, abwärts oder eine Weile recht flach. Auch die nächsten Kilometer ließen uns häufig zwischen Lauf- und Gehtempo wechseln.
Und dann erreichten wir die Moräne, über die uns schon so viel erzählt wurde. Ein schmaler, steiler Trail, an dem man kaum noch überholen kann. Hier rennt wirklich niemand mehr. Statt dessen bestimmen die langsameren Teilnehmer das Tempo. Zeitweise gibt es fast schon einen Stau. Wer noch immer hofft, eine möglichst gute Zeit zu laufen, wird hier womöglich herb ausgebremst. Der Rest der Läufer genießt statt dessen einen unglaublich faszinierenden Blick auf die zum greifen nahen Eiger, Mönch und Jungfrau und eine beeindruckende Gletscherwelt. (...oder trottet durch kalten Nebel mit 50 m Sichtweite, wie es leider in anderen Jahren vorkam). Alphornbläser, Fahnenschwinger, ein Mann in schottischer Tracht spielt Dudelsack, über und unter uns eine schier endlose Menschenschlange - unglaublich!
Der letzte Kilometer führt dann wieder abwärts. Ideal für das Zieleinlaufvideo, denn nach dem Gefälle sind die Läufer viel schneller und blicken nicht mehr so gequält wie eben noch auf der Moräne. Verpflegung und Organisation im Zielbereich sind ebenso hervorragend wie im gesamten Umfeld der Veranstaltung. Fazit: Jeder, der sich über 1800 Höhenmeter Aufstieg auf 42,2 km zutraut sollte diesen herrlichen Lauf unbedingt mal einplanen. Über 100 Fotos auf der Seite
www.jungfraumarathon.ch stimmen perfekt dazu ein.
Günter Kromer
 

 

 

1. Straßenfestlauf am 27. August 2006 in Hambrücken
Start und Ziel liegen bei der Lußhardthalle von Hambrücken. Kurz nach 9 Uhr
erfolgt der gemeinsame Startschuss der Läufe über 5 km, 10 km und der
Halbmarathondistanz von 21,1 km. 5 Minuten später werden die Walker auf die
5 km Strecke geschickt. Die flache Strecke führt über Asphalt und
größtenteils befestigte Wege durch Felder, Wiesen und den saftig grünen
Lußhardtwald. Trotz einiger Ecken eine rundum schöne Strecke. Jeder
Kilometer ist markiert und alle 5 km und im Ziel gibt es Getränke.
Insgesamt erreichen 603 WalkerInnen und LäuferInnen das Ziel.
Anschließend kann man sich auf dem Straßenfest direkt neben dem Start und
Ziel stärken.
Petra

 

König Ludwig Marathon in Füssen
Stellt Euch vor, da gibt es seit Jahren einen der mit Abstand landschaftlich schönsten Marathons Deutschlands, und kaum einer geht hin. Der Marathon mit toller Alpenkulisse, aber dennoch weniger als 200 m Höhendifferenz, führt meist abseits der Straßen durch die herrliche Voralpenlandschaft bei Füssen, vorbei an mehreren idyllischen Seen, meist mit Gebirgspanorama, und als Schmankerl der Blick auf die Märchenschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Dass so eine attraktive Strecke weniger als 600 Teilnehmer lockt zählt wohl zu den größten Rätseln im Laufsport.
Nachdem einige Lauftreff-Mitglieder bereits letzts Jahr dort liefen und von der Strecke schwärmten, meldeten wir uns dieses Mal gleich zu neunt an und buchten auch sehr früh ein Hotel. Ganz kurzfristig mussten leider zwei absagen, so dass vom LT Südwest dann “nur” sieben starteten: Jürgen Becker, Regina Berger-Schmitt, Irene Hoffmann, Günter Kromer, Annette Oberle, Birgit Steermann und Volker Schmitt.
Die Idee der Veranstalter, die Startnummernausgabe außerhalb der hübschen Altstadt zu machen, und die Pasta-Party sogar noch ein Stück weiter weg, sorgte nicht gerade für Begeisterung, zumal bei der Pasta-Party auch noch Parkgebühren am Festspielhaus fällig wurden. Aber es lohnte sich, denn wahrscheinlich gibt es bei keinem anderen Marathon einen so märchenhaft schönen Platz für die Pasta Party wie hier am Seeufer, mit tollem Blick nach Neuschwanstein und ins Gebirge.
Genau an dieser Stelle starteten wir dann auch am nächsten Morgen. Petrus war an diesem Tag extem läuferfreundlich gestimmt. Mitten in der größten Hitzeperiode des Sommers legte er genau für diesen Marathon eine Wolkendecke vor die Sonne. Die Berge blieben darunter bei klarer Fernsicht frei. Ideal für eine Strecke fast ohne Schatten!
Schon nach ein paar hundert Metern war man mitten in der freien Natur. Über Feldwege ging es auf die Kette der Alpen zu, dann vorbei an einem See zurück zum Startpunkt. Nun folgten ein paar Kilometer entlang des Forgensee, bis es direkt auf Schloss Neuschwanstein zu ging. Hier gab es im Durcheinander des großen Besucherparkplatzes erstmals eine Unsicherheit über den Streckenverlauf. Bisher konnte man die Markierung vorbildlich nennen (abgesehen von drei fehlenden Kilometerschildern), doch nun stand zwar mitten zwischen rangierenden Bussen ein Streckenordner, dessen Winken alles und nichts bedeuten konnte. Auch Markierungen oder Pfeile sah ich auf den ersten Blick nicht. Erst als ich 200 m vor mir einen Läufer in den Wald huschen sah ahnte ich, in welcher Richtung ich weiter musste. Nun begann ein Stück im Wald, vorbei am Schwansee. Es folgte das einzige Stück entlang einer stärker befahrenen Straße, zum Glück nur ganz kurz. Bereits zum dritten Mal kamen wir an den selben drei Trommlern vorbei. Sie packten immer nach einer Weile ihre Instrumente ein und fuhren ein paar Kilometer weiter, um erneut das Hauptfeld zu motivieren. Die Spitzenläufer und der Schluss sahen dadurch nie etwas von ihnen, doch ich kam insgesamt fünf Mal an ihnen vorbei. Schon hatten wir den Rand der Füssener Altstadt erreicht. Auch hier hielt sich wie schon auf der bisherigen Strecke die Begeisterung der paar Zuschauer sehr in Grenzen. Weiterlaufen! Zum Ziel wären es auf direktem Weg nur drei Minuten. Doch jetzt begann in Wahrheit der anspruchsvolle Teil, denn noch lagen viele Kilometer durch ein Tal, die zur Bewährungsprobe wurden. Nachdem wir bisher fast ohne Steigungen laufen konnten, führte der Weg nun einige Zeit immer wieder aufwärts - mal fast flach, dann wieder so steil, dass viele, die vorher überzeugt waren, sich noch genug Kraft für diesen Aufstieg gespart zu haben, doch vom Laufen zum Gehen wechseln mussten.  Zwischendurch kam man nochmal an zwei schönen Seen vorbei. Ein kleines Problem bildeten hier die vielen Wanderer und Radler, die ebenfalls auf dem schmalen Weg unterwegs waren. Oft konnte man nicht auf dem bequemen Boden in der Mitte laufen, sondern musste an den Rand ausweichen. Doch schließlich ging es wieder auf breitem Weg abwärts, und die Altstadt rückte immer näher. Ein letzter Spurt durch die Gasssen, und schon war das Ziel erreicht. Trotz nicht ganz flacher Strecke lief ich hier meine zweitbeste Marathonzeit. Doch ganz unabhänig von dem Ergebnis: superschön und unbedingt empfehlenswert ist diese Strecke auf jeden Fall. Wenn ich nochmal dort laufe dann mache ich es so wie Annette, Birgit und Volker - ganz gemütlich zum Genießen. 
Günter Kromer
 

 

Weinstraßen Marathon und Halbmarathon am 2. April in Bockenheim
Knapp 500 Höhenmeter sammeln die 920 Marathonis, auf der landschaftlich
kurzweiligen Strecke durch die Pfälzer Weinberge.
Pünktlich um 10 Uhr erfolgt der Startschuss, und ein zunächst dicht
gedrängtes Läuferfeld läuft von Bockenheim, dem nördlichen Ende der
Weinstraße, über Grünstadt bis zum Wendepunkt in Bad Dürkheim und wieder
zurück nach Bockenheim. Immer im Wechsel bergauf und bergab durch die
Weinberge und Weinorte. Die Mandelbäume entlang der Weinstraße konnten ihre
prallen Blütenknospen noch nicht öffnen. Im Gegensatz zum Frühling sind die
LäuferInnen in Form. Es gilt harten Gegner zu trotzen, den Bergen und dem
Wind. Das Wetter ist auch sonst etwas trübe und auf der windoffenen Strecke
kann man erahnen, was für grandiose Ausblicke über die Rheinebene man haben
könnte.
Warum nimmt man an diesen nicht leichten Landschaftslauf teil? Wegen der
erstklassigen Verpflegung einschließlich Saumagen und Pfälzer Wein, der
perfekten Organisation, den stillen Landschaftsabschnitten und der
Feststimmung in den Orten.
Der Lauf findet alle 2 Jahre statt. Und es gibt ihn auch als Halbmarathon!
Vielleicht blühen ja 2008 dann auch die Mandelbäume!
Petra

 

50km-Ultramarathon am 28. Januar 2006 in Rodau-Dudenhofen / Hessen
Pünktlich um 10 Uhr bei -11°C starten 526 TeilnehmerInnen zur ersten fast ebenen 5 Kilometer-Runde durch Wald und Flur.
Es ist windstill und die Sonne scheint. Als erstes geht es durch einen schattigen Wald, wo eine leichte Schneedecke auf dem knochenhart gefroren Boden liegt. Dieser Abschnitt ist kräftezehrend und macht das Laufen anstrengend. Bei Kilometer 2 geht es ein Stück über freies Feld, gefolgt von einem kurzen Waldstück. Daran anschließend wieder über freies Feld, diesmal auf einem asphaltiertem schneefreien Weg, viel Sonne und kein Wind und gut zu laufen. Nach einem weiteren Kilometer geht es am schattigen Waldrand entlang. Wieder im Wald warten gut bestückte Verpflegungsstellen rechts und links des Weges. Dann der Wendepunkt. Gegen Ende der 2. Runde beginnt das Überrunden und überrundet werden.
Der Rennverlauf wird mit einer bipchip-Startnummer kontrolliert. D.h. nach dem Start 10 mal rein ins Ziel und 9 mal wieder an den Start.
Insgesamt liefen 309 Teilnehmer und 67 Teilnehmerinnen alle 10 Runden.
Die Urkunde gibt es aus dem Internet. Nicht nur die Gesamtzeit sondern auch die einzelnen Runden-Zeiten werden ausgedruckt.
Ultramarathon im Winter ein neues Erlebnis ?
Petra

Eisweinlauf - 11.12.2005

Die Laufveranstaltung der anderen Art
laufendhelfen.de, gemeinsam laufen, gemeinsam helfen, gemeinsam ankommen
Vom Bahnhofsvorplatz Offenburg laufen wir es pünktlich um 8 Uhr los entlang des Ortenauer Weinpfades nach Baden-Baden zum dortigen Weihnachtsmarkt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt muss man nicht lange frieren, denn die Weinberge der Ortenau sorgen für eine hügelige und anspruchsvolle Laufstrecke. Die ca. 65 Kilometer sind in 6 Etappen eingeteilt: Durbach - Schloß Staufenberg, Tiergarten - Fatima Kapelle, Sasbachwalden, Burg Windeck, Neuweier - Kirche, Baden-Baden - Kurhaus.
Die Wege in den Weinbergen und Schwarzwaldausläufern bieten bei strahlend blauem Himmel unbeschreibliche Ausblicke in Richtung Schwarzwald und vor allem in die Rheinebene.
Bei jeder Etappe hat man Gelegenheit ein – und auszusteigen. Ilona nutzt diese Möglichkeit und läuft nach ca. der Hälfte der Strecke ab Sasbachwalden mit. Es handelt sich nicht um einen Wettkampf. Alle Teilnehmer laufen gemeinsam. Der Organisator Rudolf Mahlberg führt die Laufgruppe an, Radbegleiter sichern das Ende der Gruppe ab.
Um ca. 17.30 Uhr bei Dunkelheit laufen wir gemeinsam in das Lichtermeer des Weihnachtsmarktes am Kurhaus Baden-Baden. Alle LäuferInnen erhalten eine Teilnahmebestätigung in Form einer Urkunde direkt nach dem Lauf
Ein anstrengender aber wunderschöner Tag geht zu Ende. Mit dafür verantwortlich ist Rudolf mit dem richtigen Gespür fürs Tempo, die Radbegleitung, die Verpflegung, die Möglichkeit privater Taschen mit Wechselkleidung sortiert nach den Nummern an jeder Verpflegungsstelle übersichtlich vorzufinden, die Laufstrecke schön und nicht zu leicht.
Das Miteinander durch das gemeinsame Laufen hat man sonst bei keiner Veranstaltung.
LäuferInnen, die sich sonst nicht an einen Ultralanglauf wagen, können sich bei dieser Veranstaltung ausprobieren und gleichzeitig während des Laufens unzählige Tipps und Tricks erfahrener UltraläuferInnen einholen. Ausdauer und Kondition vorausgesetzt.
Petra

 

Lange haben wir davon geträumt, und dieses Jahr sollte es wahr werden.
Wir sind dabei am Sonntag 9. Oktober 2005 beim Chicago Marathon.

Chicago, Amerikas drittgrößte Stadt liegt, traumhaft am großen Michigan See. Die Geburtsstadt der Wolkenkratzer ist, egal wohin man schaut, von hohen modernen wie historischen Gebäuden geprägt.
Die Marathonstrecke hat den Ruf eine der schnellsten der Welt zu sein. Schon jeweils 2 mal wurde hier der Weltrekord der Männer und der Frauen erlaufen. Dabei hat Chicago den Spitznamen The Windy City (die windige Stadt).
40000 Läufer haben sich dieses Jahr angemeldet; mehr können, auch auf den noch so breiten amerikanischen Strassen, einfach nicht auf einmal laufen.
Am Sonntag um 8 Uhr bei frischen 11°C, strahlend blauem Himmel und fast windstille, erfolgt der Start im Grant Park, nördlich des mächtigen Buckingham Springbrunnens (133 Fontänen). Bevor wir auf die Strecke gelassen werden, ertönt noch feierlich die Nationalhymne, danach wird uns mit dem Song “I feel good“ von James Brown lautstark eingeheizt. So motiviert, geht es erst mal ganz langsam los. Elf Minuten bis zur Startlinie. Wir laufen mit einem Zeitmesschip am Schuh, und so fängt die Laufzeit für uns erst jetzt an zu zählen. Wir wollen soviel wie möglich von der einzigartigen Atmosphäre einer solchen Mammutveranstaltung aufsaugen und werden versuchen den Lauf weit entfernt von unserer persönlichen Bestzeit zu beenden. Das dicht gedrängte Läuferfeld bewegt sich nordwärts durch das gehobene Wohn- und Einkaufsviertel River North. An normalen Tagen sollte man hier seine Kreditkarte am besten im Hotel liegen lassen. Heute müssen die Zuschauer am Streckenrand aufpassen, daß sie nicht von den Läufern mitgerissen werden. Hier verlieren wir uns beide schon aus den Augen. Weiter nordwärts durch den Lincoln Park, Chicagos größtem Park direkt am See, ist immer noch viel Action angesagt; Cheerleader machen uns Beine. Nach Wrigleyville – die Namensgleichheit mit dem Kaugummi ist hier nicht zufällig - führt die Strecke wieder Richtung Süden durch Stadtteile wie Greektown, Little Italy und Pilsen. Namen, die an die Besiedlungswellen durch Einwanderer erinnern. Auch hier lässt das begeisterte Publikum niemanden im Stich. Mit südländischem und mexikanischem Temperament werden wir vorwärtsgetrieben. Dann das rot-grüne Tor, das den Eingang zu Chinatown markiert. Verspielt tanzende, große bunte Drachen versuchen Läufer mit müden Beinen aufzumuntern; mögen ihre Beine die letzten 10 Kilometer doch noch durchhalten. Bridgeport, ein Industriegebiet schließt sich an. Endlich kann man sich hängen lassen, wenn man nicht mehr kann, denn hier stehen nur wenige Zuschauer. Danach South Loop, früher ein Industriegebiet, heute Wohn- und Geschäftsviertel und schon ist es wieder zahlreich da, das Publikum. Dann für viele schon lang erwartet wieder nordwärts, den immer alles überragenden Sears Tower (höchstes Gebäude der USA) im Blick auf der South Michigan Avenue dem Ziel im Grant Park entgegen.
Volker Stadler läuft als 13121 von 33027 in 4:09:56 ins Ziel und ich überquere 15 Minuten 12 Sekunden und beachtliche 4010 Läufer später auch die Ziellinie.
Ein wundervoller Tag, eine wunderschöne Stadt und ein hervorragend ausgerichteter monumentaler Marathon. Über 60 Musik-/Tanzgruppen und über 1,2 Millionen Zuschauer an der Strecke.
Unsere Bilanz: Chicago ist eine sehenswerte Stadt und der Marathon unbedingt empfehlenswert. Wir sind rundum zufrieden abgereist.
Petra Schulz
 

 

Kultur, Landschaft und Hitze
1. Mittelrhein-Marathon am 19.6.05
 

Das wunderschöne Rheintal bei der Loreley zählt zum UNESCO-Welterbe und gehört bei ausländischen Touristen zu den beliebtesten Zielen in Deutschland. Es war nun höchste Zeit, dass diese herrliche Landschaft auch durch einen professionell organisierten Marathon erschlossen wird. Annette und ich hatten uns schon sehr früh für diesen Lauf angemeldet, so dass wir noch das Glück hatten, ein Zimmer in einem Hotel nur wenige hundert Meter vom Start entfernt zu bekommen. Die meisten der fast 8000 Starter mussten dagegen früh morgens erst mit völlig überfüllten Sonderzügen von Koblenz zum Start nach Oberwesel fahren.
Da ich verletzungsbedingt im ersten Halbjahr fast völlig mit dem Lauftraining aussetzen musste, war an diesem Tag für mich eigentlich klar, dass ich kaum eine Chance hatte, die kompletten 42,2 km zu schaffen. Aber da die Startgebühr ja schon bezahlt war, wollte ich einfach nur die Strecke genießen und mal schauen, wie weit ich komme, ganz egal wie langsam.
Auch Annette beschloss kurzfristig aufgrund der extremen Hitze, nicht auf Zeit zu laufen, sondern diesen Marathon nur als langsames Ausdauertraining zu nutzen.
Schon am Start brannte die Sonne gnadenlos vom Himmel. Fast die komplette Strecke verlief auf der an diesem Tag für Autos gesperrten Bundesstraße. Schatten gab es hier so gut wie nie. Doch alle Plagerei wegen der Hitze nahm ich unterwegs kaum war, denn die Route ist traumhaft schön. Sie führt vorbei an der Loreley und an vielen Burgen, durch ein tiefes Tal mit Wäldern und Weinbergen, zwischendurch garniert durch hübsche Städtchen. Mehr Kultur- und Landschaftsgenuss kann ein Marathon nicht bieten. In dieser Umgebung macht es auch nichts aus, dass man fast die ganze Zeit ohne Zuschauer läuft. Nur an wenigen Stellen ist Stimmung am Straßenrand.
Die Landschaft begeisterte mich so sehr, dass ich trotz fehlendem Training immer weiter lief.
Bei weit über 30 C Hitze ging zur Premiere bei der Getränkeversorgung einiges schief. Bei km 10 setzten die Veranstalter voll auf eine als Sponsor auftretende Mineralwasserfirma, aber das Wasser reichte nicht für die langsameren Läufer. Ganz schlechter Start! Wie ich später erfuhr, wurde hier kurz darauf auch Leitungswasser angeboten, aber ettliche Hundert Läufer mussten ausgerechnet in dieser wichtigen Phase durstig weiter. Kurz darauf gab es bei km 15 zwischendurch nur Energy-Drinks.
Überraschend konnte ich 25 km ohne Probleme laufen. Zwischendurch blieb ich immer wieder ganz kurz stehen, um Fotos mit einer kleinen Digitalkamera zu machen. Diesen Luxus kann man sich bei Läufen auf Zeit natürlich nicht leisten.
Bis hier begleitete mich Annette. Zu zweit machte es einfach mehr Spaß. Dann lies ich sie vorauslaufen und legte ab und zu einen „Gehkilometer“ ein. Kurz vor Koblenz wurde die Strecke zum ersten Mal langweilig, was ausgerechnet zur Zeit des „Mann mit dem Hammer“ an der Motivation zehrt. Dennoch wollte ich nun so nahe vor dem Ziel nicht mehr aufgeben. Ich war heute schon viel weiter gekommen als ich es für möglich gehalten hätte. Jetzt sollten die restlichen Kilometer auch noch klappen!
In Koblenz wechselte ich sehr häufig zwischen Gehen und Laufen. Kurz vor dem Ziel standen nun auch endlich genug Zuschauer am Streckenrand. Und dann das Finale: Am Deutschen Eck war wirklich die Hölle los. Hier herrschte die Stimmung, die man z.B. in Köln von der gesamten Strecke kennt. Ich konnte es kaum glauben, dass ich es nach 5 trainigsfreien Monaten geschafft hatte. Als ich durch das Ziel lief freute ich mich über die 5:10  mehr als über meine gewohnten Zeiten um 4 Stunden. Und kurz hinter dem Ziel wartete auch schon Annette auf mich.
Günter Kromer

 

 

 

 

 

 

 

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